Traumaverarbeitung
Die Ursachen für die meisten physischen und psychischen Symptome finden sich in der Kindheit, der Zeit der Schwangerschaft oder beim Geburtsprozess. Kann das Nervensystem eines Babys oder Kindes ein belastendes Erlebnis nicht verarbeiten, wird es mit den unerträglichen Empfindungen und Gefühlen überschwemmt. Durch ein Notfallprogramm werden diese abgespalten, damit der Körper an der Übererregung durch Stressreaktionen nicht zu Grunde geht. Was zu jener Zeit nicht verarbeitet werden konnte, wird sozusagen eingefroren. Durch diese Abspaltungen entsteht ein Trauma, wobei dieser Mechanismus durch die Polyvagal-Theorie heute gut verstanden wird. Chronische Stressreaktionen sind die Folge, wenn die belastenden Ereignisse nicht verarbeitet werden.
Da diese Verdrängungs- und Abspaltungsmechanismen viel Energie verbrauchen, strebt unser Organismus danach, diese mit der Zeit wieder aufzulösen. Das heisst, es wird unbewusst nach Situationen gesucht, welche das Trauma von damals wieder reaktivieren, damit wir es heute als Erwachsene verarbeiten können.
Durch unseren Dreiklang für innere Anteile können abgespaltene Anteile erreicht und die Stressreaktionen von damals nachträglich verarbeitet werden. Dies führt zu tiefgreifenden Einsichten in eigene Muster und Symptome sowie hilfreichen Veränderungen im Alltag.
Weitere Informationen:
- Wie entsteht ein Trauma? (PDF)
Zusätzlich unterstützen Familien-Aufstellungen die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse während der Kindheit.
